Nomaden verwandelt in Flüchtlinge

Flüchtlinge fordern klimatisierte Baseball-Halle

von Udo Ulfkotte

Viele der in ihrer afrikanischen Heimat angeblich so bedrängten »Flüchtlinge« kommen aus Ländern wie Somalia oder Eritrea. Haben Sie schon mal am Horn von Afrika ein Flüchtlingslager besucht? Nein? Dann setzen Sie sich jetzt besser erst einmal hin.

Vor fast 20 Jahren (im Januar 1996) habe ich zum ersten Mal ein Lager somalischer Flüchtlinge im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet besucht. Ich begleitete damals Bundespräsident Roman Herzog auf einer Afrikareise. Der deutsche Bundespräsident wurde – wie wir schnell bemerkten – für eine kaum zu glaubende perfekt inszenierte Propagandatour der Hilfsorganisationen missbraucht. 1988 hatte man mit deutschen Hilfsgeldern für 12 000 Somalier das »Flüchtlingslager« Camaboker gebaut.

Gebaut wurde auch eine Krankenstation, die weit besser war, als alles, was es in 1000 Kilometern Umkreis gab – finanziert von gutmütigen Deutschen. Die in der Umgebung lebenden somalischen Halbnomaden vom Stamme der Issaks ernährten ihre Familien seit Jahrhunderten in der Trockensavanne von Viehzucht. Seit Jahrhunderten lebten sie auch in Rundhütten, die sie vor der Sonne schützten.

Und seit Jahrhunderten liefen sie bis zu 20 Kilometer zur nächsten Wasserstelle. Seit Jahrhunderten gab es zwischen den umherziehenden Großfamilien mitunter Streit, mal um die Viehherden, mal um Wasser, mal um religiöse Fragen…..

Quelle: Kopp Verlag

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